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Aktuelles aus der ChancenWerkstatt



Quasi ihr eigener Chef

Ramona Schick ist seit zwei Jahren im Reinigungsteam der ChancenWerkstatt.

Sorgfältig zieht sich Ramona Schick ihre blauen Arbeitshandschuhe über, bevor sie nach dem Interview wieder zum Wischmop greift. Das erste Obergeschoss im Bürotrakt des Standorts Böckingen wartet noch darauf,von allen Krümeln, Fusseln und sonstigem Dreck befreit zu werden, der sich während des Tages so ansammelt. Seit gut zwei Jahren ist das Ramona Schicks Revier. Die35-Jährige arbeitet im Reinigungsteam der ChancenWerkstatt.
Nach ihrer Schulzeit in der Astrid-Lindgren-Schule in Neckarsulm hat die junge Gellmersbacherin eine Ausbildung als hauswirtschaftliche Helferin in einem Stuttgarter Altersheim absolviert. »Für die BeschützendeWerkstätte bin ich ja zu gut«, erklärt sie. Doch nach den drei Jahren Ausbildung fällt es ihr schwer, einen Arbeitsplatz zu finden. Immer wieder geht sie zu Praktika in verschiedene Betriebe, doch nie wird etwas Festes daraus. Oft sind die Ansprüche der Arbeitgeber doch etwas zu hoch, es geht alles etwas zu schnell.
Über die Stiftung Lichtenstern erfährt sie von derChancenWerkstatt und dass hier Arbeitskräfte gesucht werden. »Meine Familie und ich wussten vorher gar nicht, dass es das gibt«, gibt sie zu. Umso glücklicher ist Ramona Schick jetzt, etwas gefunden zu haben, was ihr wirklich Spaß macht. Vor allem, dass sie quasi ihr eigener Chef ist, gefällt der 35-Jährigen gut. Sie kann selbst entscheiden, wann sie was macht. Jeden Tag ist sie vier Stunden lang von 15 bis 19 Uhr im Einsatz und kümmert sich um das Erdgeschoss und den ersten Stock.»Die Arbeitszeiten waren am Anfang etwas ungewohnt,aber dafür kann ich vormittags jetzt machen, was ich will«, hebt sie das Positive hervor. Die Länge findet Ramona Schick auch okay, acht Stunden wären doch zu viel, vor allem, weil sie ja noch mit Bus und Bahn wieder nach Gellmersbach zurück muss, wo sie mit ihren Eltern lebt.Gut sei aber auch, dass in der ChancenWerkstatt Rücksicht genommen wird, wenn man etwas langsamer ist.Die Vorarbeiterin hilft auch schon mal mit, wenn man in Verzug gerät, etwa, weil eine Kollegin krank ist und man deren Bereich mit übernimmt. Einsam fühlt sie sich während der Arbeit auch nicht, schließlich seien da ja auch die angestellten Mitarbeiter. »Und meine Kollegen sehe ich am Anfang und am Ende in der Putzkammer, da kann man auch reden.«